Nach 2 Tagen Varanasi war ich schon ganz schoen fertig mit den Nerven. Also ueberlegte ich mir mich nach Sarnath, einer buddhistischen Tempelanlage (Ruinenanalage) fahren zu lassen, um die Stadt ein wenig hinter mir zu lassen. Sarnath liegt ungefaehr 13km von Varanasi. Ich organisierte mir also eine Autoriksha und lies mich dorthin bringen. Aber anstelle, dass er mich vor dem Eingang absetzte, setzte er mich ca. 500 m weiter ab und beschloss, dass ich nach 1 Stunde wieder da sein sollte. Was mich daran wieder aergerte war, dass ich ihm schon einen horrenden Preis fuer seine Fahrt bezahlt hatte, das wusste ich auch (das finde ich ja noch ok!), aber dass er mich dann nicht einmal vor dem Eingangstor absetzt und mir auch noch Stress macht, das fand ich ganz und gar nicht ok.
Nun denn ich schaute mir also die Ruinen an und es war endlich ein wenig ruhiger. Ich genoss es fuer eine kurze Weile die Stadt hinter mir gelassen zu haben. Danach kehrte ich wieder in die Stadt zurueck.
Ich ging dann noch einmal die gesamten Ghats herunter und setzte mich am untersten Ghat (Assi Ghat) in ein nettes Restaurant und schaute von hier aus geruhlich auf den Ganges. Eine Amerikanerin gesellte sich zu mir und ich sprach ein wenig mit ihr. Ansonsten betrachtete ich ein schoenes Schauspiel. Eine Schulklasse aus Varanasi hatte alte Kleidung gesammelt, die sie nun an die Aermsten der Armen verteilten. Das war schoen anzusehen. Vielleicht sollten wir so etwas auch mal organisieren.
Dann wanderte ich wieder zurueck an den Ghats und durch die Altstadt. Hier begegnete ich natuerlich wieder all den Verrueckten und denen, die mir irgendetwas andrehen wollten. Eigentlich hatte ich erwartet, dass man mir ueberall alles moegliche andrehen wollen wuerde. Das ist ja auch ganz normal. Was aber die Sache hier so anstrengend machte war, dass jeder, der etwas verkaufen wollte mir unbedingt erzaehlen musste, dass er der Einzige waere, der seine Dienste als Freundschaftsdienst anbieten wolle und kein money haben wolle. Und dass ich mich vorsehen sollte vor all den anderen, denn die haetten es ja nur auf mein Geld abgesehen. Das alles war so scheinheilig. Dazu noch in der heiligsten Stadt der Hindus. Sie bescheissen die Touristen und danach nehmen sie ein Bad im Ganges und alle Suenden sind vergeben. Dieser ganze Hinduismusgetue ging mir langsam maechtig auf den Keks.
Ich ging dann in Richtung Hotel, wollte ein kleines Schlaefchen halten, bevor ich mich in die Silvesternacht stuerzen wollte. Da ich mich so muede fuehlte und die Stadt Varanasi so satt hatte, blieb ich dann einfach im Bett und ging gar nicht mehr raus um Silvester zu feiern. Ich schlief bis morgens um 7 und bereitete dann meine Abfahrt nach Bodhgaya vor.
Hier kann man weitere Bilder aus Varanasi sehen...
1 Kommentar:
Habe Tränen gelacht über dein Posting - diskutieren hilft bei der Anlaberei wohl nicht, und einfach ignorieren? Oder produzierst du damit nur Aggression? Ein schönes neues Jahr,
wünscht dir,
Alrun
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