Donnerstag, 3. Januar 2008

Ankunft in Bodhgaya

Ich liess mich mit einer Autoriksha zum Bahnhof bringen, der ca. 17 km vor der Stadt lag. Von hier starteten die etwas schnelleren Zuege und diesmal hatte ich einen von diesen erwischt. Es ging auch wirklich schnell. Innerhalb von 3 Stunden waren die 250km geschafft.

Diesmal hatte ich Glueck, in meinem Abteil waren zum Grossteil nur Nichtinder. Beim Aussteigen hielt ich mich an die beiden Frauen eine Koreanerin und eine Russin. Mit diesen 2 Frauen liess ich mich dann ins 13 km entfernte Bodhgaya per Autoriksha fahren. Die Russin blieb dann an meiner Seite, da mein Reisefuehrer bessere Auskuenfte ueber guenstige Unterkuenfte zu geben schien. Ueberhaupt ist mein Reisefuehrer Gold wert. Hier ist alles beschrieben was man als Reisender so braucht und alle Infos scheinen brandneu zu sein. Super!

Bodhgaya war als kleines ruhiges Dorf im Reisefuehrer beschrieben. Das was uns erwartete war aber wieder der typische indische Wahnsinn. Tausende Leute waren auf der Strasse unterwegs. Vor allem aber rot-orange gekleidete buddhistische Moenche. Bodhgaya ist der heiligste Ort der Buddhisten, weil Buddha hier unter dem Bodhy-Baum Erleuchtung fand. So ist es Ziel eines jeden Buddhisten einmal im Leben nach Bodhgaya zu pilgern. Da es im indischen Sommer hier sehr heiss ist, ist die Pilgersaison Dezember und Januar und dann quillt der kleine Ort aus allen Naehten. Ausserdem weilt der Dalai Lama jedes Jahr um diese Zeit 2 Wochen hier. Dieses Jahr war er noch nicht da, d.h. er wird in den naechsten Tagen hier erscheinen. Zudem sind hier zahlreiche tibetische Fluechtlinge aufgenommen worden, die hier versuchen durch Verkaeufe ein paar Rupies zu verdienen.

Wir fanden dann recht schnell eine sehr huebsche aber etwas ueberteuerte Unterkunft. Im Winter sind die Unterkuenfte hier alle etwas teurer, da sie fast alle ausgebucht sind. Deswegen war mir der Preis egal, hauptsache ich hatte endlich mal wieder ine wirklich schoenes Zimmer und dieses sagte mir wirklich zu. Schoen hell, ganz neu, super sauber und eine richtige Matratze. Sonst hatten die Betten immer nur ein Brett mit einer ziemlich duennen Auflage. Das war ziemlich hart.

Nach dem Einzug ins Zimmer ging ich mit Natalia aus Moskau essen. Danach besuchten wir noch den Mahabodhi Tempel, der an der Stelle errichtet wurde an dem Buddha seine Erleuchtung fand. Ein wunderschoener Tempel und ein schoener energetischer Platz. Aber da hier tausende von Buddhisten ihre Verbeugungen mit auf die Erde schmeissen uebten, uebte auch dieser Ort wieder so etwas paradoxes aus, wie alles in Indien. Danach fiel ich ins Bett.

Varanasi hatte mich so geschafft, dass ich erst mal krank wurde und einen ganzen Tag das Bett huetete.

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