Donnerstag, 20. Dezember 2007

Delhi

19.12.07 Dehli / 2. Tag

Die Nacht hatte ich schlecht geschlafen, weil ich nicht wusste, ob sich der Chef an unsere Abmachungen halten wuerde und weil ich mich etwas geaergert habe, weil ich mich so hab uebers Ohr hauen lassen.

Erst mal gab es ein Fruehstueck im Hotel. Dann wurde ich abgeholt und in die Office gebracht, wo ich auch mein Gepack hinbrachte, damit es dort den Tag ueber auf mich warten konnte, solange wie ich in Dehli unterwegs war. Dann kam auch schon das Taxi, dass mich den ganzen Tag durch Delhi fahren sollte. Wir fuhren dann zu den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten:

Zuerst besichtigten wir den Lakshmi-Narayan Tempel, einen typischen nordindischen Hindutempel
Dann gings weiter zum das Regierungsviertel. Hier merkt man den britischen Einfluss auf die Stadt Delhi sehr und kann das koloniale Erbe der Briten bewundern. Man meint hier in London oder Paris zu sein. Danach gings zum(r) Qutb Minar einer Palastruine aus dem 12. Jahrhundert mit Moschee. Danach fuhren wir zum Lotustempel am Rande der Stadt und schliesslich zum Hamazun-Mausoleum. Dies ist ein herrlicher Platz mit wunderschoenen Gebaeuden und einer grossen, herrlich gepflegten Gruenanlage. Eine herrliche Oase in dem sonst so chaotischen Delhi. Delhi ist eigentlich eine recht gruene Stadt, mit vielen Gaerten und Parkanlagen. Aber weil alles so furchtbar staubig ist von dem vielen Verkehr, kann man das Gruen gar nicht mehr wahrnehmen. Dann gings in ein nettes indisches Restaurant. Als letzten Sightseeing Punkt war die India-Gate vorgesehen. Hier waren enorm viele Menschen und alle wollten sie einem etwas verkaufen. Ich merkte langsam meine Kopfschmerzen aufkommen, so dass ich nichts mehr richtig geniessen konnte. Delhi ist eine schreckliche, grosse, dreckige und wahnsinnig laute Stadt. Es gibt schon einiges zu sehen, aber die Sehenswuerdigkeiten liegen alle unglaublich weit auseinanden, so dass man lange mit dem Auto von Ort zu Ort unterwegs ist und das bei diesem wahnsinns Verkehr. Alle wollen einem etwas verkaufen. Auch das ist sehr anstrengend. Nach einem guten Mittagessen in einem feinen indischen Restaurant hatte ich dann wirklich genug. Ich freute mich nur noch darauf Dehli so schnell wie moeglich wieder zu verlassen. Nachdem ich dann nachmittags noch die obligatorischen Shoppingcenter besucht hatte, setzte mich der Taxifahrer gegen 4 Uhr wieder an der Office ab. Hier wartete auch schon der junge Mann vom Vortag, um mir avancen zu machen. Er wolle so gern mit mir zusammen durch Indien Reisen, wenn ich wieder in Dehli sei, sollte ich mich unbedingt bei ihm melden, damit wir dann etwas zusammen unternehmen koennten.

Hier kann man weitere Bilder von meiner Stadttour in Delhi sehen...

So war ich froh, als ich die Einladung von dem Neffen des Chefs bekam, dass er mich noch ein wenig durch die Gegend fuehren wuerde. Der war sehr nett und studierte Wirtschaft und wir hatten bald interessante Gespraechsthemen und fuehrten eine angenehme Unterhaltung. Dann sassen wir noch eine Weile in der Office zusammen, bis sich der Chef und der Neffe verabschiedeten, so dass ich mit dem ersten jungen Mann allein uebrig blieb, der mich in den Bus setzen sollte. Am Ende machte ich ihm dann aber klar, dass das mit uns nichts wird und er brachte mich ins Hotel nebenan, wo ich dann fast bis 22:00 wartete. Dann kam der Busfahrer, um mich abzuholen.

Der Bus war ein uraltes Modell. Aber schon im Bus wusste ich, dass ich mich richtig entschieden hatte, denn der Bus war voll mit Backpackern allen Alters aus dem Westen. Beim ersten Anfahren dachte ich, dass der Bus gleich auseinanderbrechen wuerde. Ich wurde dann auch noch auf die Vorletzte Bank verwiesen, wo es besonders stark huppelte. Wurde also die ganze Nacht hin und hergeworfen und das mit wahnsinnigen Kopfschmerzen, die ich mir in dem Chaos von Dehli geholt hatte. Ein wenig schlafen konnte ich aber dennoch, da ich zumindest eine ganze Bank fuer mich allein hatte.

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