Morgens um 4:30 hielt der Bus ploetzlich. Meine westlichen Mitreisenden standen auf, um den Bus zu verlassen. Und ich erfuhr, dass ich auch aussteigen musste, da der Bus wohl noch weiter fahren wuerde. Nun standen wir eine kleine Gruppe um 5 Uhr morgens mitten in der Wildnis. Wohin?
Wir entschieden uns erst mal zu Fuss loszuziehen. So konnte ich denn auch gleich einen ersten Blick auf den Ganges werfen. Irgendwann kam dann so ein groesseres Taxi und wir entschieden uns erst mal die erste Adresse anzufahren, die in unseren Reisefuehrern genannt war. Das war dann leider ein Yogaashram in dem man nur bei 10-taegigem Aufenthalt wohnen konnte. Dazu war ich noch nicht bereit, wollte ich doch erst mal sehen, ob Rishikesh mir ueberhaupt gefaellt. Unsere beiden japanischen Begleiterinnen entschieden sich dort zu bleiben und der Rest der Truppe machte sich auf etwas anderes zu finden. So wanderten wir dann also 1 1/2 Stunden durch Rishikesh bis wir ein nettes kleines Hotel fanden, was auch in meinem Reisefuehrer als guenstig und sauber beschrieben wurde. So lernte ich dann ein nettes girl aus der Tschechei kennen, mit der ich heute abend zum Essen verabredet bin. Hier nahmen wir uns dann jeder ein Zimmer und ich schlief erst mal bis Mittags. Das Zimmer ist sehr kalt und ich bin dankbar, dass ich noch eine eigene Decke mithabe. Denn trotz Wollsocken hatte ich immer noch eiskalte Fuesse. Fuer heute Nacht habe ich mir aber noch eine 3. Decke organisiert. Ich hoffe das laesst sich dann aushalten.
Das Hotel ist sehr einfach. Aber es ist recht sauber. Ausser, dass ich erst einmal eine fette Kakerlake aus dem Waschbecken entfernen musste, laesst es sich fuers erste aushalten. Und fuer 4 Euro kann man glaub ich auch nicht viel mehr erwarten.
Der Garten des Hotels
Um 2 Uhr bin ich dann aufgestanden und habe mir erst einmal in dem sehr schoenen Restaurant ein leckeres Fruehstueck bestellt. Im Restaurant sassen einige Leute, die wohl auch im Hotel wohnen. Die sehen alle super nett aus. Das ist hier so ein richtiges nettes Backpacker Haus. Toll!
Dann habe ich einen herrlichen Spaziergang durch Rishikesh gemacht und die vielen, vielen Yogaahsrams gesehen. Das ist wirklich eine echte Yogastadt.
Dann habe ich einen herrlichen Spaziergang durch Rishikesh gemacht und die vielen, vielen Yogaahsrams gesehen. Das ist wirklich eine echte Yogastadt.
Der Kriya Yoga Ashram ist genau unterhalb meines Hotels
Als ich dann den Ganges endlich erreichte, setzte ich mich ein wenig ans Flussufer, um die herrliche Sonne, den Fluss und die Berge zu geniessen. Sofort kam eine groessere Gruppe indischer Maenner auf mich zu. Sie wollten Fotos von sich machen und kamen sofort ins Gespraech mit mir. Die Inder sind sehr neugierig, wollen alles ueber uns wissen und sind dabei aufmerksam und sehr freundlich.
Danach schaute ich mir noch die vielen Laeden des Basars an und machte mich auf den nach Hause weg. Jetzt bin ich zum Dinner mit dem girl aus Tschek Republik verabredet. Vielleicht machen wir ja noch was zusammen. Sie ist auch allein unterwegs.
2 Kommentare:
Liebe Solveig,
das mir dem Bus erinnert mich ein wenig an Antonio Tabucchi Film "Nächtliches Indien". Dort kam auch so eine Szene vor. Nur mußten dort die Leute draussen übernachten. Ich denke, daß ist so üblich in Indien. Also, immer ein Schlafsack mitschleppen. Wie plant man in Indien eine Reise? Irgendwie scheint ja jeder das zu machen, wie er es für richtig hält. Fahrpläne gibt es wohl auch nicht. Erst jetzt weiß man, wie toll doch die Deutsche Bahn ist ;-) Eine Hotelübernachtung für 4 Euro, da würde ich mir auch zwei Kakerlaken gefallen lassen. Hoffentlich lassen sie Dich schlafen? Bestimmt, Du hast ja ein Moskitonetz dabei.
Hoffentlich ist Rishikesh so, wie Du es Dir vorgestellt hast. Ich freue mich schon jetzt darauf, zu erfahren, wie Rishikesh auf Dich einschwingt.
Liebe Grüße
Klaus
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