Montag, 7. April 2008
Donnerstag, 10. Januar 2008
Herrliche Tage in Puri
Langsam habe ich mich nun daran gewoehnt, dass man in Indien einfach nie allein ist und nun geniesse ich es immer mehr die vielen Menschen um mich zu haben. Denn es ist ja auch sehr interessant, nur wenn man mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommt lernt man deren Kultur wirklich kennen. Nach 5 Tagen in Puri habe ich das Gefuehl mindestens 50 Menschen kennen gelernt zu haben und wenn ich hier durch den Ort laufe gruesst mich jeder froehlich, so als wuerde ich schon eine Ewigkeit hier sein. Das ist unglaublich schoen.

Das Guesthouse in dem ich untergebracht bin ist unglaublich schoen. Ich habe ein wunderschoenes Zimmer und auch hier sind natuerlich Leute von ueberall auf der Welt untergebracht, so dass man hier immer jemanden zum Quatschen findet. Hier habe ich auch Susanne getroffen. Susanne ist Rentnerin aus Hamburg und seit sie Rentnerin ist reist sie jeden Winter 4 Monate durch die Welt. Daher hat sie viele super spannende Geschichten von ihren anderen Reisen auf Lager.
Einen Abend liessen wir uns (Susanne und ich) ins Fischerdorf einladen zum Abendessen. Der Fischer, der uns eingeladen hatte uebergab uns an eine junge Inderin, die uns mit in ihr Haus nahm. Das sind kleine Huetten. Hier wurden wir dann auf dem Boden platziert, damit uns das Essen serviert werden konnte. Die Frau erzaehlte dann, dass sie zu siebent in diesem kleinen Haus lebten: die junge Frau, ihre 3 Kinder (8,7,3), ihre Schwester mit Baby und die alte Mutter. Der Raum in dem alle diese Leute schlafen hatte nicht mehr als 9qm und dazu kam dann noch der Hund der Familie. Es war unglaublich romantisch fuer uns, denn es gab keinen Strom, also wurde eine Kerze auf den Boden getropft, die genug Licht gab. Dann wurden Krabben, Fisch, Reis und Dhal (das typische indische Linsengericht) gereicht. Da wir beide nicht wussten, wie man die Krabben isst, half uns die junge Frau und knackte die Krabben, um uns das Fleisch zu reichen. Es war unglaublich spannend zu sehen wie diese Familie lebt und das Leben im Dorf mit zu erleben. Unglaublich!

Am naechsten Tag dann besuchten wir Konark, den wohl beruehmtesten Tempel Indiens. Ein wirklich schoener Platz und da es nur eine Museumsstaette ist und der Tempel nicht mehr in Betrieb, ist es wesentlich angenehmer zu besichtigen als viele andere indische Tempel. Wir verbrachten einen halben Tag im Tempel und genossen es sehr.

Bilder vom Sonnentempel in Konark gibts hier...
Hier meine gesammelten Bilder aus Puri...
Das Guesthouse in dem ich untergebracht bin ist unglaublich schoen. Ich habe ein wunderschoenes Zimmer und auch hier sind natuerlich Leute von ueberall auf der Welt untergebracht, so dass man hier immer jemanden zum Quatschen findet. Hier habe ich auch Susanne getroffen. Susanne ist Rentnerin aus Hamburg und seit sie Rentnerin ist reist sie jeden Winter 4 Monate durch die Welt. Daher hat sie viele super spannende Geschichten von ihren anderen Reisen auf Lager.
Einen Abend liessen wir uns (Susanne und ich) ins Fischerdorf einladen zum Abendessen. Der Fischer, der uns eingeladen hatte uebergab uns an eine junge Inderin, die uns mit in ihr Haus nahm. Das sind kleine Huetten. Hier wurden wir dann auf dem Boden platziert, damit uns das Essen serviert werden konnte. Die Frau erzaehlte dann, dass sie zu siebent in diesem kleinen Haus lebten: die junge Frau, ihre 3 Kinder (8,7,3), ihre Schwester mit Baby und die alte Mutter. Der Raum in dem alle diese Leute schlafen hatte nicht mehr als 9qm und dazu kam dann noch der Hund der Familie. Es war unglaublich romantisch fuer uns, denn es gab keinen Strom, also wurde eine Kerze auf den Boden getropft, die genug Licht gab. Dann wurden Krabben, Fisch, Reis und Dhal (das typische indische Linsengericht) gereicht. Da wir beide nicht wussten, wie man die Krabben isst, half uns die junge Frau und knackte die Krabben, um uns das Fleisch zu reichen. Es war unglaublich spannend zu sehen wie diese Familie lebt und das Leben im Dorf mit zu erleben. Unglaublich!
Am naechsten Tag dann besuchten wir Konark, den wohl beruehmtesten Tempel Indiens. Ein wirklich schoener Platz und da es nur eine Museumsstaette ist und der Tempel nicht mehr in Betrieb, ist es wesentlich angenehmer zu besichtigen als viele andere indische Tempel. Wir verbrachten einen halben Tag im Tempel und genossen es sehr.
Bilder vom Sonnentempel in Konark gibts hier...
Hier meine gesammelten Bilder aus Puri...
Sonntag, 6. Januar 2008
Puri 2. Tag
Es scheint, als habe ich hier doch noch ein bisschen das Paradies gefunden. Puris Sandstrand ist einfach phaenomenal, ich schaetze mal es sind ca. 20-30km herrlichster Sandstrand und nur die 2 km rund um Puri Stadt sind besiedelt. Rund um die Stadt sind natuerlich auch die Straende voll. Alles andere wird dann von den Indern "jungle beach" genannt, was bedeutet, dass es sich um einen wilden Strand handelt.

Aber auch sonst gefaellt es mir hier gut. Hier findet man noch ein wenig von dem "alten" Indien, was es vielleicht so bald nicht mehr gibt, weil die Zivilisation immer mehr um sich greift.
Nach einem ausgiebigen Fruehstueck, hier sind die Restaurants endlich wieder sauber und gut, kleidete ich mich erst mal neu und zweckmaessig ein, da ich Strandklamotten gar nicht wirklich dabei hatte. Ein Rock und eine Bluse fuer 5 Euro!
Schon seit Tagen hatte ich mir darueber Gedanken gemacht, wie ich das hier mit dem Baden halten sollte. Die indischen Frauen gehen vollstaendig angekleidet, eingewickelt in ihren Saees ins Wasser. Und ich wusste, dass man es in Indien nicht gerne sieht, wenn westliche Touristinnen im Bikini am Strand spazieren gehen. Also entschied ich mich einen Bikini anzuziehen und darueber eines meiner weissen, dreckigen T-Shirts zu ziehen, den ich auch beim Baden nicht ausziehen wuerde. Und das obwohl ich ja eigentlich normalerweise ein Freund der oben-ohne-Fraktion bin. Aber in Indien ist alles anders, also besser anpassen!
Nun machte ich mich auf den Weg zu dem vom Hotel ca. 25 Minuten entfernten "jungle beach". Dabei musste man vorbei am "Fischerdorf". Hier wohnen auf engstem Raum ca. 150.000 Menschen, die vom Fischfang leben und in zumeist kleinen Strohhuetten direkt am Strand wohnen. Was sehr gefaehrlich ist, man bedenke nur, was passieren wuerde wenn ein erneuter Tsunami die Region heimsuchen wuerde. 
Aber auch sonst gefaellt es mir hier gut. Hier findet man noch ein wenig von dem "alten" Indien, was es vielleicht so bald nicht mehr gibt, weil die Zivilisation immer mehr um sich greift.
Nach einem ausgiebigen Fruehstueck, hier sind die Restaurants endlich wieder sauber und gut, kleidete ich mich erst mal neu und zweckmaessig ein, da ich Strandklamotten gar nicht wirklich dabei hatte. Ein Rock und eine Bluse fuer 5 Euro!
Schon seit Tagen hatte ich mir darueber Gedanken gemacht, wie ich das hier mit dem Baden halten sollte. Die indischen Frauen gehen vollstaendig angekleidet, eingewickelt in ihren Saees ins Wasser. Und ich wusste, dass man es in Indien nicht gerne sieht, wenn westliche Touristinnen im Bikini am Strand spazieren gehen. Also entschied ich mich einen Bikini anzuziehen und darueber eines meiner weissen, dreckigen T-Shirts zu ziehen, den ich auch beim Baden nicht ausziehen wuerde. Und das obwohl ich ja eigentlich normalerweise ein Freund der oben-ohne-Fraktion bin. Aber in Indien ist alles anders, also besser anpassen!
Nun machte ich mich auf den Weg zu dem vom Hotel ca. 25 Minuten entfernten "jungle beach". Dabei musste man vorbei am "Fischerdorf". Hier wohnen auf engstem Raum ca. 150.000 Menschen, die vom Fischfang leben und in zumeist kleinen Strohhuetten direkt am Strand wohnen. Was sehr gefaehrlich ist, man bedenke nur, was passieren wuerde wenn ein erneuter Tsunami die Region heimsuchen wuerde.
Die Fischer fahren z.T. mit ganz einfachen Ruderbooten weit aufs Meer hinaus. Der indische Ozean scheint noch ein sehr fruchtbares Meer zu sein, denn hier gibt es noch einiges aus dem Wasser zu fischen. Zum Glueck sind grossen Fischverbraucher wie die EU und Japan weit weg.

Leider durfte ich auch wieder die Schattenseiten Indiens erleben. Die Fischer scheinen oefters auch Wasserschildkroeten aus dem Meer zu fischen. Grosse Wasserschildkroeten bis zu 1m gross. Sie nehmen sie mit an Land, schneiden ihnen die Augen raus, die sie wohl essen (wahrscheinlich so etwas religioeses!) und lassen sie dann am Strand verenden. So konnte man am Strand dutzende Schildkroetenkadaver liegen sehen.
Obwohl Orissa nicht gzna so ueberbevoelkert ist, kann man auch hier nie allein sein. Sobald man sich an den belebteren Strandabschnitten aufhaelt werden einem staendig Waren feilgeboten: Perlen, wunderschoene Ketten, Muschelhoerner, aber auch essbares wie Zuckerwatte, Kokosnuesse, Papayas und indische Gerichte und natuerlich Tee. Rund um Puri Stadt verbringen die reichen Inder ihren Urlaub. Hier wird Kamel- und Ponyreiten angeboten und es herrscht ein extremer Trubel am Strand. Ausserdem wird man staendig von Fischern angesprochen, ob man nicht ein Boot mieten moechte. Ich wollte aber kein Boot mieten. Daraufhin hatte ich dann eine treue Begleitung an meiner Seite und es begann die in Indien uebliche Konversation. Name, Herkunftsland, wie lange ich in Puri bleibe, ob ich das erste Mal in Indien bin, wo ich sonst schon so ueberall war.
Ein junger Fischer haengte sich dann auf meinem Weg zum "jungle beach" an mich. Wir unterhielten uns, er war ganz nett, so um die 20 schaetze ich. Als wir dann einen herrlichen ruhigen Platz in den Duenen erreichten sagte ich, dass ich hier bleiben wolle. Ich breitete meine Matte aus, machte es mir bequem. Mein Begleiter legte sich neben mich in den Sand. Wir unterhielten uns noch eine Weile bis uns der Gespraechsstoff ausging. Dann holte ich mein Buch heraus und begann zu lesen. Ich dachte, dass es ihm wahrscheinlich bald langweilig werden wuerde. Aber er blieb. Mindestens 2 Stunden lagen wir so traut nebeneinander im Sand. Dann wurde er langsam unruhig und begann wieder mit mir zu kommunizieren. Ob ich einen boyfriend habe, wollte er wissen. Als ich das bejahte, wollte er wissen, ob ich Sex mit ihm haben wolle. Als ich das verneinte, wollter er mich in sein Haus einladen, er wuerde mir auch Fisch zubereiten. Das lehnte ich aber strikt ab. Er blieb dann noch ca. 15 Minuten neben mir liegen. Dann verabschiedete er sich, er haette noch etwas zu tun.
Kaum hatte sich der eine verabschiedet setzte sich schon ein neuer Mann neben mich, obwohl weit und breit nur leerer Sandstrand war. Die Maenner schienen immer aus dem Nichts aufzutauchen. Diesmal zog ich es vor ihn zu ignorieren. Ich tat also so vertieft in mein Buch, dass ich ihn gar nicht bemerkte. Er hin und wieder durch Geraeusche auf sich aufmerksam, ansonsten haette ich gedacht allein an diesem Strand zu liegen. So ging das weitere 2 Stunden. Ich dachte es wuerde ihm irgendwann zu bloed, aber Inder koennen eines, geduldig sein! Ich ging dann in die herrlichen Wellen in Wasser, ass eines meiner mitgebrachten Broetchen und begann dann zu schreiben. Schliesslich wurde es ihm wirklich zu bloed er ging ohne etwas zu sagen. Aber kaum war dieser gegangen setzte sich ein naechster neben mich etc. Also eins geht nicht in Indien: Allein sein!
Leider durfte ich auch wieder die Schattenseiten Indiens erleben. Die Fischer scheinen oefters auch Wasserschildkroeten aus dem Meer zu fischen. Grosse Wasserschildkroeten bis zu 1m gross. Sie nehmen sie mit an Land, schneiden ihnen die Augen raus, die sie wohl essen (wahrscheinlich so etwas religioeses!) und lassen sie dann am Strand verenden. So konnte man am Strand dutzende Schildkroetenkadaver liegen sehen.
Obwohl Orissa nicht gzna so ueberbevoelkert ist, kann man auch hier nie allein sein. Sobald man sich an den belebteren Strandabschnitten aufhaelt werden einem staendig Waren feilgeboten: Perlen, wunderschoene Ketten, Muschelhoerner, aber auch essbares wie Zuckerwatte, Kokosnuesse, Papayas und indische Gerichte und natuerlich Tee. Rund um Puri Stadt verbringen die reichen Inder ihren Urlaub. Hier wird Kamel- und Ponyreiten angeboten und es herrscht ein extremer Trubel am Strand. Ausserdem wird man staendig von Fischern angesprochen, ob man nicht ein Boot mieten moechte. Ich wollte aber kein Boot mieten. Daraufhin hatte ich dann eine treue Begleitung an meiner Seite und es begann die in Indien uebliche Konversation. Name, Herkunftsland, wie lange ich in Puri bleibe, ob ich das erste Mal in Indien bin, wo ich sonst schon so ueberall war.
Ein junger Fischer haengte sich dann auf meinem Weg zum "jungle beach" an mich. Wir unterhielten uns, er war ganz nett, so um die 20 schaetze ich. Als wir dann einen herrlichen ruhigen Platz in den Duenen erreichten sagte ich, dass ich hier bleiben wolle. Ich breitete meine Matte aus, machte es mir bequem. Mein Begleiter legte sich neben mich in den Sand. Wir unterhielten uns noch eine Weile bis uns der Gespraechsstoff ausging. Dann holte ich mein Buch heraus und begann zu lesen. Ich dachte, dass es ihm wahrscheinlich bald langweilig werden wuerde. Aber er blieb. Mindestens 2 Stunden lagen wir so traut nebeneinander im Sand. Dann wurde er langsam unruhig und begann wieder mit mir zu kommunizieren. Ob ich einen boyfriend habe, wollte er wissen. Als ich das bejahte, wollte er wissen, ob ich Sex mit ihm haben wolle. Als ich das verneinte, wollter er mich in sein Haus einladen, er wuerde mir auch Fisch zubereiten. Das lehnte ich aber strikt ab. Er blieb dann noch ca. 15 Minuten neben mir liegen. Dann verabschiedete er sich, er haette noch etwas zu tun.
Kaum hatte sich der eine verabschiedet setzte sich schon ein neuer Mann neben mich, obwohl weit und breit nur leerer Sandstrand war. Die Maenner schienen immer aus dem Nichts aufzutauchen. Diesmal zog ich es vor ihn zu ignorieren. Ich tat also so vertieft in mein Buch, dass ich ihn gar nicht bemerkte. Er hin und wieder durch Geraeusche auf sich aufmerksam, ansonsten haette ich gedacht allein an diesem Strand zu liegen. So ging das weitere 2 Stunden. Ich dachte es wuerde ihm irgendwann zu bloed, aber Inder koennen eines, geduldig sein! Ich ging dann in die herrlichen Wellen in Wasser, ass eines meiner mitgebrachten Broetchen und begann dann zu schreiben. Schliesslich wurde es ihm wirklich zu bloed er ging ohne etwas zu sagen. Aber kaum war dieser gegangen setzte sich ein naechster neben mich etc. Also eins geht nicht in Indien: Allein sein!
Samstag, 5. Januar 2008
Bahnfahrt nach Puri
Nachdem ich mich noch in Ruhe von Bodhgaya und dem herrlichen Tempel verabschieden konnte, denn der Zug fuhr laut Fahrplan erst um 13.50 Uhr, machte ich mich mit einer Autoriksha auf den Weg nach Gaya und zum Bahnhof. Eine Autoriksha tauchte auch sofort auf und bot mir die Fahrt zu 100 Rs (2 Euro) an, was auch meinen Preisvorstellungen entsprach. In der Riksha sass allerdings schon ein indischer Bauer, der sein Getreide nach Gaya befoerdern wollte. Die Riksha war also voll beladen mit Saecken mit Mais und Maismehl. Ich hiefte mein Gepaeck herein und stellte meinen grossen Rucksack in die Mitte zwischen mich und den Inder. Waehrend der Fahrt spuerte ich ploetzlich wie mich etwas beruehrte, ich war mir aber nicht so ganz sicher, weil das so dezent war, dass ich es eigentlich gar nicht merkte. Nun schaute ich hin und sah, dass der Inder hinter meinem Rucksack seine Hand an meinen Oberarm zu legen versuchte. Ich rueckte ein wenig ab und der Inder kam immer naeher, bis ich fast aus der Riksha fiel. Am Ende stieg er dann mit seinem ganzen Getreide aus und ich wurde durch die gesamte Stadt zum Bahnhof gebracht.
Zunaechst einmal war es schwierig in Gaya herauszufinden auf welchem Gleis der Zug fahren wuerde, da hier alle Angaben nur auf Hindi waren und ich das leider noch nicht lesen kann. Ich erkundigte mich dann beim Bahnhofsmanager und dieser konnte mir das richtige Gleis nennen. Nun begann das Warten. Dass der Zug nicht puektlich sein wuerde damit hatte ich ja schon gerechnet. Aber nachdem er nach einer Stunde immer noch nicht da war, kam ich langsam ins Gruebeln. So suchte ich nach einem vertrauenswuerdigen Inder, der mir die Durchsagen auf Hindi uebersetzen koennte. Auf dem Bahnhof waren aber fast nur die Sorte Inder schmierig und ein bisschen eklig, die man nicht fragen moechte. Einer war mir aber schon laengere Zeit aufgefallen. Ich versuchte Kontakt aufzunehmen und das klappt in Indien eigentlich immer sofort. Ich fragte ihn dann, was mit dem Zug sei und er antwortete mir, dass der Zug 1 1/2 Stunden Verspaetung haben wuerde. Aus den 1 1/2 Stunden wurden dann 2, aber dann kam der Zug endlich und ich konnte meinen reservierten Platz ganz leicht finden. Zu meiner grossen Freude waren in meinem Abteil zwei weitere Deutsche, ein Paerchen aus Lippstadt. So unterhielten wir uns die halbe Nacht und tauschten unsere Indienerfahrungen aus. Insgesamt war es eine erfreuliche Zugfahrt. Morgens um 9 Uhr erreichten wir dann Puri.
Die doch bisher eher eintoenige indische Steppenlandschaft hatte sich hier in Orissa gewandelt. Wir fuhren durch sumpfige Gebiete mit kleinen Doerfern aus Lehmhuetten und Palmen. All das sah fuer mich das erste Mal so richtig indisch aus.
In Puri angekommen liess ich mich in ein nettes Guest House fahren. Hier gefaellt es mir.
Das Hotel ist ein Kolonialbau und ich habe ein herrliches grosses Zimmer mit Rundumblick und mit Sicht auf das Meer. Zum Hotel gehoert ein herrlicher gepflegter Garten indem man es sich gut gehen lassen kann. Der Strand ist kilometerlang, Sandstrand mit feinem hellen Sand. Und die indische Sonne ist echt heftig, das konnte ich heute feststellen, denn ich hatte mich uneingecremt auf meine ersten Exkursionen gemacht.
Hier gibt es auch wieder nette kleine Restaurants und herrlichen Fisch zu essen zu ganz kleinen Preisen. Ich werde jetzt wohl meine letzten Tage in Indien hier verbringen und die Zeit noch ein wenig zum Ausspannen nutzen.
Zunaechst einmal war es schwierig in Gaya herauszufinden auf welchem Gleis der Zug fahren wuerde, da hier alle Angaben nur auf Hindi waren und ich das leider noch nicht lesen kann. Ich erkundigte mich dann beim Bahnhofsmanager und dieser konnte mir das richtige Gleis nennen. Nun begann das Warten. Dass der Zug nicht puektlich sein wuerde damit hatte ich ja schon gerechnet. Aber nachdem er nach einer Stunde immer noch nicht da war, kam ich langsam ins Gruebeln. So suchte ich nach einem vertrauenswuerdigen Inder, der mir die Durchsagen auf Hindi uebersetzen koennte. Auf dem Bahnhof waren aber fast nur die Sorte Inder schmierig und ein bisschen eklig, die man nicht fragen moechte. Einer war mir aber schon laengere Zeit aufgefallen. Ich versuchte Kontakt aufzunehmen und das klappt in Indien eigentlich immer sofort. Ich fragte ihn dann, was mit dem Zug sei und er antwortete mir, dass der Zug 1 1/2 Stunden Verspaetung haben wuerde. Aus den 1 1/2 Stunden wurden dann 2, aber dann kam der Zug endlich und ich konnte meinen reservierten Platz ganz leicht finden. Zu meiner grossen Freude waren in meinem Abteil zwei weitere Deutsche, ein Paerchen aus Lippstadt. So unterhielten wir uns die halbe Nacht und tauschten unsere Indienerfahrungen aus. Insgesamt war es eine erfreuliche Zugfahrt. Morgens um 9 Uhr erreichten wir dann Puri.
Die doch bisher eher eintoenige indische Steppenlandschaft hatte sich hier in Orissa gewandelt. Wir fuhren durch sumpfige Gebiete mit kleinen Doerfern aus Lehmhuetten und Palmen. All das sah fuer mich das erste Mal so richtig indisch aus.
In Puri angekommen liess ich mich in ein nettes Guest House fahren. Hier gefaellt es mir.
Das Hotel ist ein Kolonialbau und ich habe ein herrliches grosses Zimmer mit Rundumblick und mit Sicht auf das Meer. Zum Hotel gehoert ein herrlicher gepflegter Garten indem man es sich gut gehen lassen kann. Der Strand ist kilometerlang, Sandstrand mit feinem hellen Sand. Und die indische Sonne ist echt heftig, das konnte ich heute feststellen, denn ich hatte mich uneingecremt auf meine ersten Exkursionen gemacht.
Hier gibt es auch wieder nette kleine Restaurants und herrlichen Fisch zu essen zu ganz kleinen Preisen. Ich werde jetzt wohl meine letzten Tage in Indien hier verbringen und die Zeit noch ein wenig zum Ausspannen nutzen.
Nachtrag Varanasi
Varanasi ist fuer mich der zwiespaeltigste Ort, den ich je besucht habe. Einersteits mit den vielen Prunkbauten rund um die Ghats und den Ghats selber von Hause aus eine wunderschoene Stadt. Die morgendliche und abendliche Puja-Zeremonien sind tolle und spannende Momente in der Stadt. Ueberall gibt es etwas spannendes zu entdecken. Vor allem auch die vielen kleinen Altstadtgassen haben es mir angetan. Hier ist man wirklich im Orient angekommen. Manchmal fuehlt man sich ins Mittelalter zurueckversetzt. So stelle ich mir vor muss es im Mittelalter in Mitteleuropa ausgesehen haben. Dann die vielen Shops mit herrlich vielfarbigen Tuechern, Sarees und anderen Stoffen. Ein Augenschmaus!
Die andere Seite aber das ist der ganze Dreck. Die Luftverschmutzung ist so gross, dass man oft meint keine Luft mehr zu kriegen. Die japanischen Besucher Varanasis haben es sich deshalb zur Gewohnheit gemacht einen Mundschutz ueber Mund und Nase zu tragen, um nicht ganz so viel Dreck einzuatmen. Dann die vielen heiligen Kuehe, die ueberall rumrennen und alles vollscheissen, so dass man staendig aufpassen muss nicht in Kuhscheisse zu treten. Diese Kuhscheisse ist aber durchaus nuetzlich. Denn die ganz Armen sammeln die Scheisse mit den Haenden ein, um sie dann in Fladen zu formen und in der Sonne zu trocknen. Die getrockneten Fladen dienen dann dazu ein Feuerchen anzuheizen, auf dem gekocht wird und das waehrend der Nacht warm haelt. Dazu kommen dann noch jede Menge herumlaufende Ziegen, Affen und natuerlich streunende Hunde. Aber damit nicht genug auch die Menschen pissen und kacken wo sie gehen und stehen, weil es fas keine oeffentlichen Toiletten gibt. Als wird einfach an die naechste Hauswand gepinkelt. Der Muell wird einfach ueberall hingeschmissen und da helfen auch keine Schilder "save Ganga, schmeiss deinen Muell in die Muelltonnen", denn die Muelltonnen sind so spaerlich und werden nie geleert. Dazu kommt dann noch der wahnsinns Verkehr, obwohl es in Varanasi weit weniger motorisierte Fahrzeuge gibt als anderswo.
Dass die Menschen westliche Touristen nur als Sparschweine ansehen, darueber hatte ich ja bereits geschrieben. Vielleicht hier nochmals ein kleiner Zusatz. Da ich in der Regel immer mindestens doppelt soviel gezahlt habe, wie mein Reisefuehrer vorschlug (was immer noch super wenig war!), denke ich, dass alle die eine Dienstleistung fuer mich getan haben ein wirklich super Geschaeft gemacht haben. Das finde ich auch in Ordnung, obwohl ich weiss, dass das die Preise verdirbt. Aber, dass man mir dann auch noch staendig vorhielt, dass ich zu wenig gezahlt haette und mich mit einem schlechten Gewissen zurueckliess, um am Ende noch mehr Geld rauszupressen, das fand ich unmoeglich. Ein bisschen mehr Dankbarkeit wuerde den Indern gut zu Gesicht stehen.
Hier meine gesammelten Bilder aus Varanasi...
Die andere Seite aber das ist der ganze Dreck. Die Luftverschmutzung ist so gross, dass man oft meint keine Luft mehr zu kriegen. Die japanischen Besucher Varanasis haben es sich deshalb zur Gewohnheit gemacht einen Mundschutz ueber Mund und Nase zu tragen, um nicht ganz so viel Dreck einzuatmen. Dann die vielen heiligen Kuehe, die ueberall rumrennen und alles vollscheissen, so dass man staendig aufpassen muss nicht in Kuhscheisse zu treten. Diese Kuhscheisse ist aber durchaus nuetzlich. Denn die ganz Armen sammeln die Scheisse mit den Haenden ein, um sie dann in Fladen zu formen und in der Sonne zu trocknen. Die getrockneten Fladen dienen dann dazu ein Feuerchen anzuheizen, auf dem gekocht wird und das waehrend der Nacht warm haelt. Dazu kommen dann noch jede Menge herumlaufende Ziegen, Affen und natuerlich streunende Hunde. Aber damit nicht genug auch die Menschen pissen und kacken wo sie gehen und stehen, weil es fas keine oeffentlichen Toiletten gibt. Als wird einfach an die naechste Hauswand gepinkelt. Der Muell wird einfach ueberall hingeschmissen und da helfen auch keine Schilder "save Ganga, schmeiss deinen Muell in die Muelltonnen", denn die Muelltonnen sind so spaerlich und werden nie geleert. Dazu kommt dann noch der wahnsinns Verkehr, obwohl es in Varanasi weit weniger motorisierte Fahrzeuge gibt als anderswo.
Dass die Menschen westliche Touristen nur als Sparschweine ansehen, darueber hatte ich ja bereits geschrieben. Vielleicht hier nochmals ein kleiner Zusatz. Da ich in der Regel immer mindestens doppelt soviel gezahlt habe, wie mein Reisefuehrer vorschlug (was immer noch super wenig war!), denke ich, dass alle die eine Dienstleistung fuer mich getan haben ein wirklich super Geschaeft gemacht haben. Das finde ich auch in Ordnung, obwohl ich weiss, dass das die Preise verdirbt. Aber, dass man mir dann auch noch staendig vorhielt, dass ich zu wenig gezahlt haette und mich mit einem schlechten Gewissen zurueckliess, um am Ende noch mehr Geld rauszupressen, das fand ich unmoeglich. Ein bisschen mehr Dankbarkeit wuerde den Indern gut zu Gesicht stehen.
Hier meine gesammelten Bilder aus Varanasi...
Donnerstag, 3. Januar 2008
Bodhgaya
Nach einem Fruehstueck in einem eher dreckigen indischen Restaurant, wanderte ich zum Haupttempel. Da ich mich immer noch nicht wieder ganz fit fuehlte wollte ich heute einen ganz ruhigen Tag haben. Ich setzte mich also unter den Bodhi Baum unter dem Buddha seine Erleuchtung erfahren hatte und beobachtete die Menschen. Das war toll. So viele Nationalitaeten und so viele verueckte Menschen. Richtig interessant. Danach gings mir schon viel besser.

Nachmittags besuchte ich dann all die anderen Tempel. Jede Buddhistische Nation hat hier einen Tempel gebaut: Thailand, Bhutan, Japan, Tibet etc. Im tibetischen Tempel haben sie eine Zeremonie mit Musik abgehalten. Das war sehr interessant. Vor allem weil sie so vorsinntflutliche Instrumente eingesetzt haben. Das ganze klang dann sehr gruselig.

Natuerlich haengten sich auch hier wieder ein paar Kinder an mich. Sie versprachen mir, dass sie kein Geld wollten. Sie wollten sich nur ein bisschen mit mir unterhalten. Sie moegen das halt gerne mit den Touristen sprechen. Sie begleiteten mich dann zu den Tempeln und waren eigentlich recht suess. Nachdem abzusehen war, dass ich nicht mehr mit ihnen gehen wuerde, kamen sie mit der Sprache raus, was sie eigentlich wollten. Sie wollten, dass ich ihnen einen Cricket-Schlaeger kaufe. Ich erklaerte ihnen dann, dass ich das nicht tun wuerde und schenkte jedem von ihnen einen von meinen mitgebrachten Kugelschreibern. Anstatt sich zu freuen, machten sie die Stifte kaputt und beschimpften mich. Ich trennte mich dann von den Kindern und ging meines Wegs. Wenn sie meine Geschenke nicht achten koennen, dann tuts mir leid. Kurze Zeit spaeter sprachen mich ein paar junge indische Maenner an und entschuldigten sich fuer das Verhalten der Jungs. Sie hatten die ganze Szene beobachtet und ihnen war wohl echt peinlich was die Kinder da aufgefuehrt hatten. Ich sagte dann, dass ich das gar nicht so tragisch genommen hab. Aber ihnen war das wohl wirklich peinlich.

Morgen werde ich dann weiter nach Puri fahren. Ich hoffe, dass ich dort ein wenig mehr Ruhe finden werde und das Meer geniessen kann. Aber zunaechst einmal stehen 16 Stunden Bahnfahrt vor mir.
Hier meine gesammlten Bilder aus Bodhgaya...
Nachmittags besuchte ich dann all die anderen Tempel. Jede Buddhistische Nation hat hier einen Tempel gebaut: Thailand, Bhutan, Japan, Tibet etc. Im tibetischen Tempel haben sie eine Zeremonie mit Musik abgehalten. Das war sehr interessant. Vor allem weil sie so vorsinntflutliche Instrumente eingesetzt haben. Das ganze klang dann sehr gruselig.
Natuerlich haengten sich auch hier wieder ein paar Kinder an mich. Sie versprachen mir, dass sie kein Geld wollten. Sie wollten sich nur ein bisschen mit mir unterhalten. Sie moegen das halt gerne mit den Touristen sprechen. Sie begleiteten mich dann zu den Tempeln und waren eigentlich recht suess. Nachdem abzusehen war, dass ich nicht mehr mit ihnen gehen wuerde, kamen sie mit der Sprache raus, was sie eigentlich wollten. Sie wollten, dass ich ihnen einen Cricket-Schlaeger kaufe. Ich erklaerte ihnen dann, dass ich das nicht tun wuerde und schenkte jedem von ihnen einen von meinen mitgebrachten Kugelschreibern. Anstatt sich zu freuen, machten sie die Stifte kaputt und beschimpften mich. Ich trennte mich dann von den Kindern und ging meines Wegs. Wenn sie meine Geschenke nicht achten koennen, dann tuts mir leid. Kurze Zeit spaeter sprachen mich ein paar junge indische Maenner an und entschuldigten sich fuer das Verhalten der Jungs. Sie hatten die ganze Szene beobachtet und ihnen war wohl echt peinlich was die Kinder da aufgefuehrt hatten. Ich sagte dann, dass ich das gar nicht so tragisch genommen hab. Aber ihnen war das wohl wirklich peinlich.
Morgen werde ich dann weiter nach Puri fahren. Ich hoffe, dass ich dort ein wenig mehr Ruhe finden werde und das Meer geniessen kann. Aber zunaechst einmal stehen 16 Stunden Bahnfahrt vor mir.
Hier meine gesammlten Bilder aus Bodhgaya...
Ankunft in Bodhgaya
Ich liess mich mit einer Autoriksha zum Bahnhof bringen, der ca. 17 km vor der Stadt lag. Von hier starteten die etwas schnelleren Zuege und diesmal hatte ich einen von diesen erwischt. Es ging auch wirklich schnell. Innerhalb von 3 Stunden waren die 250km geschafft.
Diesmal hatte ich Glueck, in meinem Abteil waren zum Grossteil nur Nichtinder. Beim Aussteigen hielt ich mich an die beiden Frauen eine Koreanerin und eine Russin. Mit diesen 2 Frauen liess ich mich dann ins 13 km entfernte Bodhgaya per Autoriksha fahren. Die Russin blieb dann an meiner Seite, da mein Reisefuehrer bessere Auskuenfte ueber guenstige Unterkuenfte zu geben schien. Ueberhaupt ist mein Reisefuehrer Gold wert. Hier ist alles beschrieben was man als Reisender so braucht und alle Infos scheinen brandneu zu sein. Super!
Bodhgaya war als kleines ruhiges Dorf im Reisefuehrer beschrieben. Das was uns erwartete war aber wieder der typische indische Wahnsinn. Tausende Leute waren auf der Strasse unterwegs. Vor allem aber rot-orange gekleidete buddhistische Moenche. Bodhgaya ist der heiligste Ort der Buddhisten, weil Buddha hier unter dem Bodhy-Baum Erleuchtung fand. So ist es Ziel eines jeden Buddhisten einmal im Leben nach Bodhgaya zu pilgern. Da es im indischen Sommer hier sehr heiss ist, ist die Pilgersaison Dezember und Januar und dann quillt der kleine Ort aus allen Naehten. Ausserdem weilt der Dalai Lama jedes Jahr um diese Zeit 2 Wochen hier. Dieses Jahr war er noch nicht da, d.h. er wird in den naechsten Tagen hier erscheinen. Zudem sind hier zahlreiche tibetische Fluechtlinge aufgenommen worden, die hier versuchen durch Verkaeufe ein paar Rupies zu verdienen.

Wir fanden dann recht schnell eine sehr huebsche aber etwas ueberteuerte Unterkunft. Im Winter sind die Unterkuenfte hier alle etwas teurer, da sie fast alle ausgebucht sind. Deswegen war mir der Preis egal, hauptsache ich hatte endlich mal wieder ine wirklich schoenes Zimmer und dieses sagte mir wirklich zu. Schoen hell, ganz neu, super sauber und eine richtige Matratze. Sonst hatten die Betten immer nur ein Brett mit einer ziemlich duennen Auflage. Das war ziemlich hart.
Nach dem Einzug ins Zimmer ging ich mit Natalia aus Moskau essen. Danach besuchten wir noch den Mahabodhi Tempel, der an der Stelle errichtet wurde an dem Buddha seine Erleuchtung fand. Ein wunderschoener Tempel und ein schoener energetischer Platz. Aber da hier tausende von Buddhisten ihre Verbeugungen mit auf die Erde schmeissen uebten, uebte auch dieser Ort wieder so etwas paradoxes aus, wie alles in Indien. Danach fiel ich ins Bett.

Varanasi hatte mich so geschafft, dass ich erst mal krank wurde und einen ganzen Tag das Bett huetete.
Diesmal hatte ich Glueck, in meinem Abteil waren zum Grossteil nur Nichtinder. Beim Aussteigen hielt ich mich an die beiden Frauen eine Koreanerin und eine Russin. Mit diesen 2 Frauen liess ich mich dann ins 13 km entfernte Bodhgaya per Autoriksha fahren. Die Russin blieb dann an meiner Seite, da mein Reisefuehrer bessere Auskuenfte ueber guenstige Unterkuenfte zu geben schien. Ueberhaupt ist mein Reisefuehrer Gold wert. Hier ist alles beschrieben was man als Reisender so braucht und alle Infos scheinen brandneu zu sein. Super!
Bodhgaya war als kleines ruhiges Dorf im Reisefuehrer beschrieben. Das was uns erwartete war aber wieder der typische indische Wahnsinn. Tausende Leute waren auf der Strasse unterwegs. Vor allem aber rot-orange gekleidete buddhistische Moenche. Bodhgaya ist der heiligste Ort der Buddhisten, weil Buddha hier unter dem Bodhy-Baum Erleuchtung fand. So ist es Ziel eines jeden Buddhisten einmal im Leben nach Bodhgaya zu pilgern. Da es im indischen Sommer hier sehr heiss ist, ist die Pilgersaison Dezember und Januar und dann quillt der kleine Ort aus allen Naehten. Ausserdem weilt der Dalai Lama jedes Jahr um diese Zeit 2 Wochen hier. Dieses Jahr war er noch nicht da, d.h. er wird in den naechsten Tagen hier erscheinen. Zudem sind hier zahlreiche tibetische Fluechtlinge aufgenommen worden, die hier versuchen durch Verkaeufe ein paar Rupies zu verdienen.
Wir fanden dann recht schnell eine sehr huebsche aber etwas ueberteuerte Unterkunft. Im Winter sind die Unterkuenfte hier alle etwas teurer, da sie fast alle ausgebucht sind. Deswegen war mir der Preis egal, hauptsache ich hatte endlich mal wieder ine wirklich schoenes Zimmer und dieses sagte mir wirklich zu. Schoen hell, ganz neu, super sauber und eine richtige Matratze. Sonst hatten die Betten immer nur ein Brett mit einer ziemlich duennen Auflage. Das war ziemlich hart.
Nach dem Einzug ins Zimmer ging ich mit Natalia aus Moskau essen. Danach besuchten wir noch den Mahabodhi Tempel, der an der Stelle errichtet wurde an dem Buddha seine Erleuchtung fand. Ein wunderschoener Tempel und ein schoener energetischer Platz. Aber da hier tausende von Buddhisten ihre Verbeugungen mit auf die Erde schmeissen uebten, uebte auch dieser Ort wieder so etwas paradoxes aus, wie alles in Indien. Danach fiel ich ins Bett.
Varanasi hatte mich so geschafft, dass ich erst mal krank wurde und einen ganzen Tag das Bett huetete.
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